Wie wir neue Herausforderungen mit Mut meistern können

Veröffentlicht von Mercedes-Benz auf She’s Mercedes am 25. April 2018

Manche der großen Herausforderungen im Leben werden uns aufgezwungen, andere wählen wir selbst aus. Manche nehmen uns die Luft zum Atmen, andere lassen uns förmlich aufblühen. Eines haben sie gemein: Große Veränderungen helfen uns, zu wachsen und unsere Ziele zu erreichen – können uns aber auch an unsere Grenzen bringen. Wie meistern wir sie mit Erfolg und bleiben dabei gesund und ausgeglichen? Hadassa Haack sucht nach Antworten.

Eigentlich wissen wir ja, dass das, was wir am meisten fürchten, uns auch am meisten voranbringen kann. Im Laufe ihres Lebens hört wohl jede von uns diese Weisheit mehr als einmal. Doch alle weisen Ratschläge dieser Welt bereiten uns nicht auf den ersten Schritt aus unserer Komfortzone hinaus ins Unbekannte vor. Von diesem Moment an zählt unsere ganz persönliche Einstellung, unser Mindset, mehr als jegliches Wissen und jede Vorbereitung.

Unsere Einstellung bestimmt unsere Flughöhe

Umzuziehen oder zu heiraten stehen nicht ohne Grund weit oben auf der Liste der kräftezehrendsten Veränderungen im Leben, auch wenn Ersteres spannend sein kann und Letzteres im Idealfall den glücklichsten Tag unseres Lebens bedeutet. Wir sind Gewohnheitstiere und sträuben uns gerne gegen Veränderungen. Für alle, die nie “Was wäre, wenn …?” denken – es stimmt, Ruhe und Stabilität sind keinesfalls zu verachten. Doch Fortschritt und persönliche Weiterentwicklung passieren nicht von allein, und wenn es das ist, was wir suchen, dann müssen wir uns an die Arbeit machen.

Es ist eine Sache, zu realisieren, dass man am falschen Ort lebt, mit der falschen Person zusammen ist oder die falsche Karriere gewählt hat. Oder dass es an der Zeit ist, ein Kind zu haben, eine Firma zu gründen oder endlich die lang geplante Weltreise anzugehen. Etwas ganz anderes dagegen ist es, den ersten Schritt in die Ungewissheit tatsächlich zu wagen und die Angst zu überwinden, selbst wenn wir im tiefsten Inneren überzeugt sind, dass es genau das Richtige für uns sein wird.

Angstgefühle, gepaart mit Aufregung und Freude, verraten uns in diesen Momenten, dass wir auf der richtigen Spur sind. Wenn wir die Angst akzeptieren und das Gefühl der Aufregung in uns kultivieren, kann es uns dabei helfen, uns nicht völlig überwältigt zu fühlen. Forscher fanden heraus, dass die physische Reaktion auf Angstgefühle die gleiche ist wie die auf positive Aufregung. Beklemmungen überwindet man also, indem man aktiv wird – und versucht, die Angst in Freude umzuwandeln. Und da Vorfreude bekanntlich die schönste Freude ist, sollten wir diese Chance unbedingt nutzen!

Die kleinen Schritte sind mächtig.

In der Regel haben wir eine tiefsitzende Motivation, die uns antreibt, wenn wir uns ins Ungewisse wagen. Zu wissen, was uns wichtig ist und warum – und dies auch im Alltag nicht zu vergessen –, macht den Prozess einfacher und trägt dazu bei, dass wir auf Kurs bleiben. Auch Kritik kann uns dabei helfen, ebenso wie die Ratschläge anderer Menschen. Anhören sollten wir sie deshalb immer. Ob wir sie anschließend auch befolgen, bleibt uns immer noch selbst überlassen.

Doch um auf Kurs zu bleiben, brauchen wir zuallererst ein Ziel – und wir müssen uns darüber bewusst sein, wie wir es erreichen. Indem wir kleine, erreichbare Schritte definieren, die uns nicht plötzlich vor eine unüberwindbare Hürde stellen, schaffen wir uns selbst ein Gerüst, das es uns erlaubt, weiterzukommen. Anstatt halsbrecherisch von Baum zu Baum zu springen, bewegen wir uns Ast für Ast voran. Dieser Prozess hat noch einen weiteren Vorteil. Er sorgt dafür, dass wir flexibel bleiben und unseren Plan schnell ändern können, wenn wir feststellen, dass wir drauf und dran sind, in eine Sackgasse zu geraten.

Es gibt allerdings noch einige weitere Grundregeln, die uns auf dem Weg zu unseren Zielen helfen:

1. Teamarbeit zählt

Wie wir es von vielen Projekten kennen, wird der Ablauf einfacher und das Resultat besser, wenn wir tatkräftige Unterstützung haben, sowohl auf emotionaler als auch auf der ganz praktischen Ebene. Das mag bei der Gründung einer Firma naheliegend sein, weniger aber im Falle eines Umzugs in eine fremde Stadt oder ein fremdes Land. Was immer wir jedoch gerade durchstehen oder uns freiwillig antun: Es mit jemandem, der uns gut kennt, dafür ausgebildet ist oder etwas Ähnliches erlebt hat, zu teilen, hilft. Das muss nicht in unmittelbarer Nähe sein. Dank des Internets ist die Entfernung kein Hindernis mehr. Um Hilfe zu bitten, fällt zwar nicht jedem leicht – doch hängt langfristiger Erfolg fast immer davon ab.

© Stocksy/Milles Studio

2. Gesundheit ist Kapital

Das Leben ist so viel einfacher, wenn wir die Energie und die mentale Kraft haben, eine Herausforderung durchzustehen. Unsere Gesundheit sollte daher etwas sein, das wir wertschätzen und schützen. Viele Faktoren liegen nicht in unserer Hand, umso wichtiger ist es deshalb, ganz bewusst für ausreichend Nahrung, Schlaf und Bewegung zu sorgen und unserem Körper so die besten Voraussetzungen für sein Wohlergehen zu bieten. Stille und die richtige Umgebung für wichtige Entscheidungen finden sich oft in der freien Natur – und von dem beruhigenden Effekt eines kleinen oder großen Spaziergangs profitiert nicht nur unser Körper, sondern auch unser Geist.

3. Unbequem ist gut

Kaum eine Fähigkeit ist für die Meisterung neuer Lebensphasen hilfreicher, als sich mit Unbequemlichkeit anzufreunden. Unbequemliches bringt uns nicht um, aber die Angst davor hat schon so manchen Traum im Keim erstickt. Dabei sind es oft diese unbequemen Momente, die uns neue Perspektiven eröffnen und uns einen anderen, frischeren Blick auf die Dinge ermöglichen. Denn nichts zwingt uns so sehr, uns mit uns selbst und unseren Träumen auseinanderzusetzen, wie Unbequemlichkeiten.

Und vielleicht die wichtigste aller Regeln: Bei all der Arbeit an uns selbst sollten wir nicht vergessen, innezuhalten und stolz darauf zu sein, wie weit wir gekommen sind.


Hadassa HaackComment